Rindertaping
Nach langer interdisziplinärer Entwicklung und Forschung unserer Arbeitsgruppe Rind unter der Leitung von unserer Dozentin Meike Schnöring ist es 2011 zusammen mit unserem Therapieleiter endlich gelungen nun auch Rinder erfolgreich mit Tapes zu therapieren.
Das Rindertaping unterscheidet sich technisch merklich vom flexiblen Taping anderer Großtiere - die Haltbarkeit ist noch einmal problematischer als beim Pferd. Somit muss sowohl bei der Anlage als auch bei der Auswahl des geeigneten Materials sorgfältig gearbeitet werden.
Kurse
Seit Ende 2011 bieten wir erste Kurse speziell für interessierte Landwirte, Tierärzte, THPs und Tiertherapeuten am Standort Riswick bei Kleve in Kooperation mit dem landwirtschaftlichen Schulungszentrum an. Sie sind interessiert? Bitte klicken Sie für weitere Informationen auf die Seite "Kurse Rindertaping".
Das Einsatzgebiet am Rind ist vielseitig:
So kann bei Blutergüssen oder Muskelproblematiken eine alleinige Tapeanlage oftmals ausreichen - vorausgesetzt, dass keine Infektion die Krankheitsursache ist. Bei den bei Rindern auftretenden Euterödemen oder einer Streptokokkeninfektion, kann durch Lymphtapes eine Unterstützung der klassischen Behandlung erfolgen.
Andere Einsatzgebiete bei Rindern können verrenkte Gelenke (z.B. am Kreuz-Darmbeim-Gelenk, welches um den Geburtszeitraum durch hormonelle Umstellungen hypermobil oder gelockert sein kann), Muskelfaserrisse oder Bänder- und Sehnenproblematiken sein.
Durch die Tapeanlagen fühlen sich die Tiere meist sichtlich wohler, berichtet Meike Schnöring, die bereits erfolgreich Rinder in Ställen therapiert.
Weitere Informationen finden Sie auch in der Erstpublikation zum Rindertaping, die in der dlz primus rind erschienen ist:
Schnoering M (2011): Rindern eine kleben, dlz primus rind Dez-2011:42-45, München
Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Autorin und Entwicklerin des Rindertapings, M. Schnöring, gerne auch per E-Mail zur Verfügung.